Slobodian, Quinn: Globalists. The End of Empire and the Birth of Neoliberalism, 400 S., Harvard UP, Cambridge, MA/London 2018.
Chronological data
Date of first publication2020-03-27
Date of publication in PubData 2026-03-11
Language of the resource
German
Abstract
In den Sozialwissenschaften gilt der Begriff des Neoliberalismus bisweilen als leerer Signifikant, der mal für eine Politik der Privatisierung und mal als Beispiel für Konzernlobbyismus dient. Entgegen dieser verkürzten Lesart richtet Quinn Slobodian, Historiker am Wellesley College, die vorliegende Studie, die auf der Auswertung von Quellenmaterial aus acht Archiven und einer breiten Basis an Sekundärliteratur gründet. Als „Globalisten“ versteht der Autor eine Gruppe von Intellektuellen, die nach Ende des Ersten Weltkrieges Überlegungen zur Sicherung des Privateigentums vor demokratischer Mitbestimmung anstellten. Mit seiner Arbeit legt Slobodian ein notwendiges Korrektiv der Forschung zum Neoliberalismus vor und verknüpft bisher nebeneinanderliegende Forschungsstränge aus Politischer Soziologie und Geschichte. Das Buch richtet sich aufgrund seiner Anlage an Interessierte aus den Feldern der Wissenssoziologie, der Internationalen Beziehungen, aber auch der Demokratieforschung. Sein eleganter Schreibstil, die Erschließung des Bandes durch ein umfassendes Register und der vergleichsweise erschwingliche Preis dürften die Rezeption befördern.
Keywords
Political Science; Modern History; Democracy; History of Germany and Central Europe; German Politics
