DissertationFirst publicationDOI: 10.48548/pubdata-3364

Belastungen und Ressourcen im Langzeitpraktikum: Einflussfaktoren auf das berufliche Wohlbefinden von Lehramtsstudierenden

Chronological data

Date of first publication2026-04-27
Date of publication in PubData 2026-04-27
Date of defense2026-03-19

Language of the resource

German; English

Related external resources

Related part DOI: 10.2378/peu2024.art13d
Homann, H.-S., Ehmke, T., & Beckmann, T. (2024). Empirische Arbeit: Belastungserleben im Praxissemester - Wie erleben Lehramtsstudierende praktikumsinhärente Belastungsfaktoren? Psychologie in Erziehung und Unterricht, 71(3), S. 144–162.
Related part DOI: 10.18488/61.v13i2.4080
Homann, H.-S., Beckmann, T., & Ehmke, T. (2025). Enhancing pre-service teachers’ well-being during long-term internships: The roles of self-efficacy, mentoring, and task-related sense of coherence. International Journal of Education and Practice, 13(2), 566–586.
Related part DOI: 10.3390/educsci15050532
Homann, H.-S., & Ehmke, T. (2025). Managing Stress During Long-Term Internships: What Coping Strategies Matter and Can a Workbook Help? Education Sciences, 15(5), Article 532.

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Abstract

Schulische Praxisphasen zählen zu den zentralen Elementen der Lehramtsausbildung. Daher haben die meisten deutschen und internationalen Universitäten verlängerte Praxisphasen wie das Langzeitpraktikum eingeführt. Diese ermöglichen es Lehramtsstudierenden, über mehrere Monate in die Realitäten des Schulalltags einzutauchen und sich selbst als praktizierende Lehrkraft zu erproben. Obwohl Langzeitpraktika meist positiv bewertet werden, sind sie gleichzeitig auch oft mit Stress und Erschöpfung verbunden. Die meisten Studierenden arbeiten zum ersten Mal eigenverantwortlich mit Schüler*innen und gestalten selbstständig Unterrichtseinheiten. Dabei müssen sie sowohl universitäre als auch schulische Erwartungen erfüllen und eine hohe Arbeitslast bewältigen. Angesichts steigender Abbruchsquoten und Krankheitsausfälle gewinnen die Gesundheit und das Wohlbefinden praktizierender Lehrkräfte zunehmend an Aufmerksamkeit. In diesem Kontext sollte auch das Langzeitpraktikum besondere Berücksichtigung finden. Denn eine gezielte Unterstützung von Lehramtsstudierenden im Umgang mit beruflichen Belastungen während des Langzeitpraktikums kann nicht nur ihre psychische Widerstandskraft und Zufriedenheit in der Lehramtsausbildung stärken, sondern auch die Basis für eine gesunde Berufslaufbahn legen und Berufsabbrüchen langfristig entgegenwirken. Die vorliegende Arbeit untersucht, welche praktikumsinhärenten Faktoren im Langzeitpraktikum das berufliche Wohlbefinden von Lehramtsstudierenden fördern oder beeinträchtigen, welche individuellen Bewältigungsstrategien und Ressourcen sich als gesundheitsförderlich erweisen und daher sowohl während des Langzeitpraktikums als auch zum Berufseinstieg verstärkt berücksichtigt werden sollten. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis der Mechanismen positiver und negativer Beanspruchung im schulpraktischen Kontext zu gewinnen und darauf aufbauend praxisnahe Empfehlungen zur Förderung des beruflichen Wohlbefindens von Lehramtsstudierenden und ihres weiteren Berufswegs abzuleiten. Die Studie basiert vorrangig auf dem Job-Demands-Resources-Modell (Bakker & Demerouti, 2007). Demnach wirken arbeitsbezogene Belastungen (Demands) und Ressourcen parallel auf das berufliche Wohlbefinden, indem sie entweder gesundheitlich beeinträchtigen oder die Arbeitsmotivation fördern. Ergänzend werden das transaktionale Stressmodell von Lazarus und Folkman (1984) und das AWaREModell von Hascher et al. (2021) einbezogen, die den Fokus auf individuelle Bewältigungsstrategien legen und wichtige Ansatzpunkte für Interventionen bieten. Die Dissertation umfasst vier Artikel, von denen drei empirische Studien darstellen, die dazu dienen die übergeordnete Forschungsfrage zu beantworten; Wie beeinflussen unterschiedliche Belastungen und Ressourcen das berufliche Wohlbefinden von Lehramtsstudierenden im Langzeitpraktikum und welche Implikationen zur Unterstützung der Lehramtsstudierenden lassen sich daraus ableiten? Der vierte Artikel beschreibt die in Artikel 3 eingesetzte Intervention (ein Arbeitsbuch). Das Rahmenpapier bettet die drei empirischen Artikel in einen übergeordneten theoretischen Kontext ein, diskutiert anschließend die Ergebnisse und leitet daraus praktische Implikationen für weitere Forschung und für die Lehrkräftebildung ab.

School-based practicums are a central element of teacher training. For this reason, most German and international universities have introduced extended practical phases, such as long-term internships. These allow pre-service teachers to experience the realities of everyday school life over several months and to try out their teaching skills. While long-term internships are generally viewed positively, they are often associated with stress and exhaustion. For the first time, most pre-service teachers work independently with pupils and design their lessons. They must meet the expectations of both the university and the school and cope with a heavy workload. Given rising dropout rates and absences, attention is increasingly being given to the health and well-being of in-service teachers. In this context, pre-service teachers and long-term internships should also be given special consideration. Providing targeted support to help pre-service teachers manage professional stress during long-term internships could strengthen their mental resilience and satisfaction during their training. This could also lay the foundation for a healthy career and reduce career dropouts in the long term. This study explores the factors that promote or hinder the professional well-being of pre-service teachers during long-term internships. It also identifies beneficial individual coping strategies and resources that should be given greater consideration during these internships and when entering the profession. The aim is to gain a deeper understanding of positive and negative stress mechanisms in a school context, and to use this knowledge to develop practical recommendations for promoting the professional well-being of pre-service teachers and their future careers. The study is primarily based on the Job-Demands-Resources Model (Bakker & Demerouti, 2007). According to this model, work-related demands and resources have a parallel effect on professional well-being, either impairing health or promoting work motivation. Additionally, the transactional stress model by Lazarus and Folkman (1984) and the AWaRE model by Hascher et al. (2021) are incorporated. These models focus on individual coping strategies and provide valuable insights for intervention strategies. The dissertation comprises four articles, three of which are empirical studies that seek to answer the overarching research question: How do different demands and resources influence the professional well-being of pre-service teachers during their long-term internship, and what implications can be derived from this for supporting them? The framework paper contextualizes these articles within an overarching theoretical framework, discusses the results, and derives practical implications for further research and teacher training.

Keywords

Lehramtsstudium; Lehrkräftebildung; Schulpraktikum; Praxissemester; Berufliches Wohlbefinden; Psychische Belastung; Stressbewältigung; Resilienz; Gesundheitsförderung

Grantor

Leuphana University Lüneburg

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370 :: Bildung und Erziehung

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