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Resource typeDissertation
Title(s)Conflicts between intragenerational and intergenerational justice in the use of ecosystem services
Alternative title(s)Konflikte zwischen intragenerationeller und intergenerationeller Gerechtigkeit in der Nutzung von Ökosystemdienstleitungen
DOI10.48548/pubdata-375
Handle20.500.14123/410
CreatorGlotzbach, Stefanie
RefereeBaumgärtner, Stefan  0000-0001-8314-8462  121846857
Becker, Christian  130094730
Fischer, Jörn  0000-0003-3187-8978  1051419840
AdvisorBaumgärtner, Stefan  0000-0001-8314-8462  121846857
AbstractThe principle of sustainability contains two objectives of justice regarding the conservation and use of ecosystems and their services: (1) global justice between different people of the present generation ("intragenerational justice"); (2) justice between people of different generations ("intergenerational justice"). International sustainability policy attaches equal normative importance to both objectives of justice. Accordingly, environmental philosophers ethically justify that people living today and people living in the future have equal rights to certain basic goods, including ecosystems and their services (e.g. Feinberg 1981, Visser’t Hooft 2007). Whereas ideal theories of sustainability and justice do not recognize interdependencies between intragenerational and intergenerational justice, conflicts in attaining the justices possibly arise in policy implementation. Identifying and preventing such conflicts is fundamental to devise an ethically legitimate, politically consistent and actually effective sustainability policy. This dissertation systematically investigates conflicts between intragenerational and intergenerational justice in the use of ecosystem services. Human wellbeing depends on the services provided by ecosystems. Yet, humans substantially degrade world’s ecosystems, and therewith cause the loss of important ecosystem services (MEA 2005: 26ff.). The idea of sustainability demands to use ecosystem services in accordance with the two objectives of intragenerational justice and intergenerational justice. Reality, however, is far from attaining these objectives: Both today’s global poor and future persons are, resp. will be, disproportionately affected by the loss of vital ecosystem services (MEA 2005: 62, 85). Especially severe affected are the rural poor who directly depend on local ecosystem services for food, income and health. The political discourse on the relationship between the objectives of intra- and intergenerational justice in the use of ecosystem services (‘justice-relationship’) is blurred. Further, the political discourse lacks a common understanding of justice in ecosystem-use and a systematic reflection on the actual ‘justice-relationship’, such as on the factors that cause conflicts between the two justices. In this dissertation, I investigate the ‘justice-relationship’ along three central questions: • What conception(s) of justice can adequately address the distribution of access rights to ecosystem services? • How must sustainability policy be designed to enhance both intragenerational and intergenerational justice in the use of ecosystem services? • (How) Can economics be helpful for characterizing and assessing trade-offs between the two justices? I approach these questions both generally and by the example of a case study, the MASIPAG farmer network in the Philippines. Methodologically, I combine a normative and a positive analysis of the relationship between intra- and intergenerational justice in the use of ecosystem services: The normative analysis serves the explication, justification and reflection of the norms underlying the ‘justice-relationship’; the positive analysis serves the description of the ‘justice-relationship’ in the sustainability discourse and in practical contexts, as well as the provision of explanations on the determinants of the ‘justice-relationship’. As methodological approach, I apply the “comprehensive multi-level approach” as developed by Baumgärtner et al. (2008) – investigating the ‘justice-relationship’ simultaneously on the three levels of (i) concept, (ii) model and (iii) case study.

Das Leitbild der Nachhaltigkeit umfasst in seiner inhärent normativen Dimension zwei fundamentale Gerechtigkeitsziele: intragenerationelle Gerechtigkeit (d.h. Gerechtigkeit zwischen verschiedenen heute lebenden Menschen) und intergenerationelle Gerechtigkeit (d.h. Gerechtigkeit zwischen heute und zukünftig lebenden Menschen). Den beiden Gerechtigkeitszielen wird in der internationalen Nachhaltigkeitspolitik gleiche normative Wichtigkeit beigemessen. In der praktischen Ausgestaltung und Umsetzung von Nachhaltigkeitspolitik kann es jedoch zu Konflikten zwischen den beiden Gerechtigkeitszielen kommen. Die Identifizierung und Vermeidung solcher Konflikte ist daher essentiell für die ethische Legitimation, inhaltliche Konsistenz und tatsächliche Effektivität von Nachhaltigkeitspolitik. Ein wichtiges Anwendungsfeld der Nachhaltigkeitspolitik im Bezug auf die Förderung der beiden Gerechtigkeitsziele ist die Nutzung von Ökosystemdienstleistungen. Menschliches Wohlergehen hängt ganz entscheidend von den von Ökosystemen produzierten Leistungen ab. Dennoch werden Ökosysteme weltweit weiterhin massiv degradiert und damit auch der menschengemachte Verlust von Ökosystemdienstleistungen vorangetrieben (MEA 2005). Die heute lebenden Armen und zukünftig lebende Menschen sind dem Verlust von essentiellen ÖSD am stärksten betroffen (ebd. 62, 85). Die spezifischen Gerechtigkeitsfragen, die mit der Nutzung von Ökosystemdienstleistungen verbunden sind, wurden bisher kaum in der wissenschaftlichen Literatur zu Umweltgerechtigkeit diskutiert. Zudem tendiert der philosophische Gerechtigkeitsdiskurs dazu, Aspekte der intragenerationellen und der intergenerationellen Gerechtigkeit getrennt voneinander zu untersuchen. In der Umsetzung von Nachhaltigkeitspolitik auftretende Konflikte zwischen den beiden Gerechtigkeitszielen wurden bisher nicht systematisch und allgemein untersucht. Ausgehend von den beschriebenen Forschungslücken zum Verhältnis zwischen intra- und intergenerationeller Gerechtigkeit bei der Nutzung von Ökosystemdienstleistungen leiten drei Forschungsfragen diese kumulative Dissertation: • Welche Gerechtigkeitskonzeptionen können die spezifischen Gerechtigkeitsfragen, die mit der Nutzung von Ökosystemdienstleistungen verbunden sind, in angemessener Weise adressieren? • Wie muss Nachhaltigkeitspolitik ausgestaltet werden, um sowohl intragenerationelle als auch intergenerationelle Gerechtigkeit in der Nutzung von Ökosystemdienstleistungen zu steigern? • Wie kann Ökonomik dazu beitragen, Zielkonflikte in der Erreichung der beiden Gerechtigkeitsziele zu beschreiben und zu bewerten? Der Verfassung der fünf Forschungspapiere liegt ein gemeinsamer methodologischer Untersuchungsrahmen zu Grunde: Erstens wird eine Unterscheidung zwischen normativer und positiver Analyse der Gerechtigkeitsbeziehung vorgenommen. Die normative Analyse dient der Begründung und Reflexion der Normen, welche der Gerechtigkeitsbeziehung zu Grunde liegen. Die positive Analyse dient der Beschreibung der Gerechtigkeitsbeziehung, wie sie im Nachhaltigkeitsdiskurs charakterisiert wird und in empirischen Kontexten beobachtet werden kann, sowie der Identifikation von Bestimmungsfaktoren der Gerechtigkeitsbeziehung. Zweitens wird eine Analyse der Gerechtigkeitsbeziehung auf drei Untersuchungsebenen, Konzept, Modell und Fallstudie, durchgeführt. Die Fallstudie ist eine vergleichende Analyse von konventionellen philippinischen Reisanbauern und Reisanbauern, die Mitglied des Bauernnetzwerkes MASIPAG sind, im Hinblick auf die Erreichung der beiden Gerechtigkeitsziele in den jeweiligen Reisanbausystemen.
LanguageEnglish
KeywordsDistributive Justice; Philippines; Agriculture; Intergenerational Justice; Verteilungsgerechtigkeit; Philippinen; Landwirtschaft; Generationengerechtigkeit
Date of defense2012-12-17
Year of publication in PubData2013
Publishing typeFirst publication
Date issued2013-02-07
Creation contextResearch
Granting InstitutionLeuphana Universität Lüneburg
Published byMedien- und Informationszentrum, Leuphana Universität Lüneburg
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