DissertationFirst publication DOI: 10.48548/pubdata-1711

Peer-Feedback als Unterstützung kollektiver Songwriting-Prozesse im Musikunterricht

Chronological data

Date of first publication2025-03-21
Date of publication in PubData 2025-03-21
Date of defense2024-09-16

Language of the resource

German

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References DOI: 10.3262/978-3-7799-7093-4
Horst de Cuestas, K., Ahlers, M. (2023). Songwriting-Camp: Eine qualitative Studie zu den Potenzialen und Grenzen von Blended Learning im Kontext von musikbezogenem Üben, Kreativität und Kommunikation. In: Ahlers, M., Besser, M., Herzog, C., Kuhl, P. (Hrsg.): Digitales Lehren und Lernen im Fachunterricht: Aktuelle Entwicklungen, Gegenstände und Prozesse. Beltz Juventa Verlag, S. 75-96.

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Abstract

Die vorliegende Dissertation untersucht die Rolle von Peer-Feedback in digital unterstützten kollektiven Songwriting-Prozessen im schulischen Musikunterricht anhand eines qualitativen Forschungsdesigns basierend auf der konstruktivistischen Grounded Theory Methodology nach Charmaz. Zu diesem Zweck wurde ein digitales "Songwriting Camp" entwickelt, welches Aufgaben und Materialien für einen projektbasierten Unterricht mit dem Ziel in Kleingruppen selbstständig einen eigenen Song zu schreiben, aufzunehmen und zu produzieren, enthält. Der Forschungsfokus lag dabei auf drei zeitlich festgelegten Diskussionsmomenten innerhalb der Unterrichtseinheit: Hier trafen sich die Schüler*innen in ihren Kleingruppen mit der Aufgabenstellung, den aktuellen Stand des eigenen Songs zu diskutieren, das weitere Vorgehen zu planen, sowie die Zwischenergebnisse der anderen Gruppen anzuhören und Feedbacks dazu zu geben. Das verwendete Datenmaterial umfasst Audioaufzeichnungen dieser Diskussionsmomente, Interviews mit Schüler:innen und Lehrkräften, Fragebögen zur Erfassung von Hintergrunddaten sowie das Online-Peer-Feedback der Gruppen. Das daraus entwickelte Modell illustriert, dass Peer-Feedback eine deutliche Wirkung auf kreative Prozesse haben kann. Die aus der Peer-Feedback-Aufgabe resultierende Kombination aus Feedback-Geben, Feedback-Lesen und dem Anhören der Songs anderer Gruppen bietet vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Song auseinanderzusetzen und diesen weiterzuentwickeln. Dabei ist ein zentraler Befund, dass das Feedback-Geben, welches mit dem Anhören der anderen Songs einhergeht, einen stärkeren Einfluss auf die Schüler:innen hatte als der Umgang mit dem erhaltenen Feedback. Gleichzeitig zeigt das Modell anhand der ermittelten Einflussfaktoren auch, wie komplex und individuell unterschiedlich die Auswirkungen des Peer-Feedbacks auf den kreativen Prozess sind. Ein weiteres zentrales Ergebnis der vorliegenden Dissertation ist ein Ansatz zur Systematisierung dieser Auswirkungen in Form einer musikbezogenen Kategorisierung von Peer-Feedback.

Keywords

Musikerziehung; Komposition; Digitalisierung; Unterricht; Songwriting; Musikunterricht; Peer-Feedback

Grantor

Leuphana University Lüneburg

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Supported / Financed by

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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DDC

780.71
370 :: Bildung und Erziehung

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Research