DissertationFirst publicationDOI: 10.48548/pubdata-3978

Lean Startup Risk Management

Chronological data

Date of first publication2026-07-14
Date of publication in PubData 2026-07-14
Date of defense2026-07-02

Language of the resource

English

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Related part DOI: 10.3790/zfke.70.3-4.243
Schulte, R., & Wagenknecht, M. (2022). Risikomanagement bei Startups. ZfKE – Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship, 70(3–4), 243–252.
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Kizilkan, K., Wagenknecht, M. (2024). Lean Social Media Communication Strategies for SMEs. In: Dabić, M., Kraus, S. (Eds.), De Gruyter Handbook of SME Entrepreneurship. Berlin: De Gruyter, pp. 201-240.

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Wagenknecht, Maximilian

Abstract

Various opportunities characterize startups, but also fundamental risks. This dissertation analyzes how startups address these opportunities and risks and whether they approach them strategically. It further discusses the extent to which components of the Lean Startup Methodology can help to design a lean Risk Management for startups through iterative learning processes and customer-oriented development of Risk Management mechanisms. The research project identifies key factors to consider when developing Lean Startup Risk Management and proposes practical approaches for implementation. Methodologically, the dissertation draws on established theories and findings from the Risk Management literature, the resource-oriented perspective, and Lean Startup literature. Empirical material was obtained and evaluated in the context of an interview study. Building on this foundation, the study develops models that demonstrate the influence of active customer communication and the main concepts of Lean Startup Risk Management. Finally, the dissertation outlines the overall integration of Risk Management into governance structures. Fundamentally, traditional Risk Management provides a solid foundation for developing lean Risk Management for startups. Nevertheless, adjustments and simplifications are needed to make it suitable for startups that are usually resource-constrained. In addition, lean Risk Management must grow with the startup and be flexible enough to meet its specific requirements. Then, lean Risk Management can increase a startup’s survival chances. At the same time, however, the resources required for this are often difficult for founders to estimate, which poses an obstacle to the cost-benefit analysis. A lack of practical examples could further reinforce this assessment. Research in this area also offers great potential for further empirical validation. Incorporating customer feedback into the development process is essential for effective Risk Management. A conceptual example of active customer communication via social media illustrates this potential as a part of this dissertation. The interviews demonstrate that the early introduction of Risk Management practices is fundamental, as the founders generate substantial potential for lean Risk Management in the pre-startup phase and during business model design. In this phase, founders thoroughly examine potential opportunities and the risks of the business idea, evaluate and weigh them. However, they tend to neglect continuing this in the early startup phase. Overall, the results confirm that Lean Startup Risk Management that grows with the company can have significant advantages for startups. Even with limited resources, organizations can implement lean Risk Management practices. Founders need to know what to look out for and, above all, start an active identification process right away. Starting with a simple strategy and first identification procedures creates the opportunity to recognize the potential of Lean Startup Risk Management and gain greater acceptance as a management tool, both internally and among investors.

Startups zeichnen sich durch vielseitige Chancen, aber auch elementare Risiken aus. Die vorliegende Dissertation analysiert, wie Startups mit diesen Chancen und Risiken umgehen und untersucht, ob sie dabei strategisch vorgehen. Weiterführend thematisiert sie inwiefern Bausteine der Lean Startup Methode durch iterative Lernprozesse und eine kundennahe Entwicklung von Risikomanagementmechanismen dabei helfen können, ein schlankes Risikomanagement für Startups auszugestalten. Dabei wird gezeigt, auf welche Faktoren sich bei der Entwicklung eines Lean Startup Risk Managements konzentriert werden sollte und wie eine Implementierung erfolgen kann. Methodisch stützt sich die Arbeit auf etablierte Theorien und Erkenntnisse aus der Risikomanagementliteratur, der ressourcenorientierten Perspektive sowie der Lean Startup Literatur. Empirisches Material konnte im Rahmen einer Interviewstudie gewonnen und ausgewertet werden. Aufbauend auf diesem Fundament, lassen sich angepasste Modelle entwickeln, die den aktiven Kommunikationsgedanken mit Kund:innen, schlanke Risikomanagementstrukturen und die Einordnung in Governance-Strukturen in Startups aufzeigen. Grundsätzlich bietet das traditionelle Risikomanagement eine solide Grundlage für die Entwicklung eines schlanken Risikomanagements für Startups. Dennoch bedarf es Anpassungen und Vereinfachungen, um für ressourcenknappe Startups geeignet zu sein. Darüber hinaus muss ein schlankes Risikomanagement mit dem Startup wachsen und flexibel genug sein, dessen spezifischen Anforderungen zu erfüllen. Hervorzuheben ist, dass die Überlebenschancen von Startups durch schlankes Risikomanagement erhöht werden können. Zeitgleich besteht jedoch das Problem, das die Ressourcen, welche dafür benötigt werden, oftmals für Gründer:innen schwer abschätzbar sind und die Kosten-Nutzen-Bewertung somit eine Hürde darstellt. Diese subjektive Bewertung könnte durch fehlende praktische Beispiele für eine Abwägung fälschlicherweise weiter bestärkt werden. Auch die Forschung in diesem Themenbereich bietet viel Potential für weitere empirische Validierung. Es wird deutlich, dass etablierte Praktiken, wie die aktive Integration von Kundenfeedback in den Entwicklungsprozess, einen Zugang bieten, auf dessen Grundlage ein wirkungsvolles Risikomanagement aufgebaut werden kann. Das Potenzial wird anhand eines konzeptionellen Beispiels zu aktiver Kundenkommunikation via Social Media skizziert. Vor allem durch die Interviews wird deutlich, dass die Bedeutung der frühzeitigen Einführung von Risikomanagementpraktiken elementar ist. Dies liegt daran, dass in der Vorgründungsphase und durch das Ausgestalten des Business Modells, oftmals viel Potential für ein Risikomanagement vorhanden ist. So setzen sich Gründer:innen in der Vorgründungsphase und bei der Erstellung des Business Plans intensiv mit den möglichen Chancen, aber auch Risiken der Geschäftsidee auseinander, bewerten diese und wägen sie ab. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse, dass ein mitwachsendes Lean Startup Risk Management erhebliche Vorteile für Startups bieten kann. Zudem wird deutlich, dass schlanke Risikomanagementpraktiken auch mit geringem Ressourcenaufwand implementiert werden können. Gründer:innen müssen nur Kenntnis darüber haben, wie sie strategisch vorgehen wollen und wie sie möglichst frühzeitig in einen aktiven Identifizierungsprozess starten. Dadurch besteht die Chance, dass ganz automatisch das Potential von Lean Startup Risk Management erkannt wird und als Managementtool intern sowie gegenüber Investor:innen größeren Anklang findet.

Keywords

Risk; Opportunity; Risk Management; Startup; Founder; Lean Startup,; Customer Involvement

Grantor

Leuphana University Lüneburg

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