ich habe schon immer schon sehr flüssig reden können druckreif geradezu das wirkt beunruhigend hört sich nach rechthaben an und gibt ein gefühl der wehrlosigkeit wehrlosigkeit läßt nur noch beleidigungen zu wir beleidigen uns exzessiv schwachsinnig kein argument ist sachlich sinnvoll bleibt gerade noch der satzbau mißverständnisse können schon nicht mehr entstehen für groteske begründungen finde ich keine erwiderung ich kann nur noch mit trauer reagieren meine eigene trauer im blick könnte ich hassen die resignativen bewegungen mit denen ich meinen koffer packe beim bücken fühle ich die verzweifelten blicke im rücken so habe ich mir früher ein scherbengericht vorgestellt alles liegt in scherben ich muß zum bahnhof wir begleiten uns abreisen ist ein ritual es muß vollständig zelebriert werden trauer gehört dazu sie macht sprachlos trauer über die trennung und trauer über den unendlichen streit sie sind zusammengeschmolzen zu einer großen starre mit der wir nun auf dem bahnhof stehen und dann sagen wir uns daß wir traurig sind das ist wie aufatmen die sprachlosigkeit ist gebrochen und sprachlos macht sich etwas vertrautes breit diese wahnsinnige freude