männersprache unsere sprache enthält viele wendungen die zwar nicht mehr die gesellschaftliche wirklichkeit widerspiegeln wohl aber noch das hinterherhinkende bewußtsein so scheint beispielsweise das fräulein unausrottbar obwohl doch die tatsache daß eine frau verheiratet oder unverheiratet ist heute nicht mehr über ihren sozialen status entscheidet die deutsche gesellschaft für sprachwissenschaft hat sich kürzlich mit frauensprechen und männersprache beschäftigt und stellte fest sogar die vom statistischen bundesamt bisher herausgegebenen systematischen verzeichnisse der berufsbenennungen sind diskriminierend so gibt es dort zwar die putzfrau und die abortfrau nicht aber die kauffrau oder amtfrau kein wunder männliche überheblichkeit diktierte noch bis 1979 einen ministeriellen erlaß wonach maskuline berufsbezeichnungen geschlechtsneutral seien inzwischen ist das geändert worden im spätsommer wird eine liste der anerkannten ausbildungsberufe vom bonner ministerium für bildung und wissenschaft herausgegeben die männliche und weibliche berufsbezeichnungen enthält da gibt es dann nicht mehr nur den schmied sondern auch die schmiedin und auch die kauffrau