was verlangen die frauen heute nach zehn jahren frauenbewegung in der bundesrepublik sind ihre forderungen kaum noch zu vernehmen sie sprechen auch nicht mehr mit einer stimme denn ihre mißerfolge waren größer als ihre erfolge die reform des paragraphen 218 die einst die bewegung einte und zehntausende von frauen auf die straße brachte ist gründlich mißlungen politische willenserklärungen wie im jüngsten familienbericht der bundesregierung und gesetzgebung wie mutterschaftsurlaub oder erziehungsgeld laufen darauf hinaus die frauen vom arbeitsmarkt zu verdrängen und wieder stärker auf ihre alte rolle als hausfrau und mutter festzunageln während die ökonomischen bedingungen für die gleichberechtigung der frauen in der familie und am arbeitsplatz schlechter werden doppelt so viele frauen wie männer sind arbeitslos gleicht die frauenbewegung immer mehr einer zersplitterten subkultur die zwar in selbsthilfe vorbildliches beispielsweise in den frauenhäusern leistet sich aber trotzig der politischen arbeit in parteien und gewerkschaften verweigert doch man täusche sich nicht immer mehr frauen bezweifeln ob es naturgesetzlich ist wenn sie im schnitt 25 prozent weniger verdienen als männer wenn ihnen berufe die als typisch männlich gelten und damit aufstiegsmöglichkeiten versperrt bleiben wenn sie allein die doppelbelastung durch beruf und familie tragen sollen die klagen die bei gewerkschaften oder auch beispielsweise der hamburger leitstelle für die gleichstellung der frau eingehen häufen sich und bundestagsvizepräsidentin annemarie r enger konnte ein ganzes buch