lichen friedens und bilden allenfalls den nährboden zur vervollkommnung des mannes silvia bovenschen geht es nicht bloß darum weibliche defizite aufzudecken und über das verhinderte kulturschicksal der frau zu lamentieren ihre beobachtung ist differenzierter sie denkt über das problem der doppelstruktur des weiblichen nach einerseits zum vehikel für männliche wünsche und sehnsüchte gekürt reich ausgestattet mit imaginierten fähigkeiten bleibt es andererseits bloß geschichtsloses anschauungsmaterial grundsätzlich ausgeschlossen von dynamik und progression bovenschen sieht hier eine art negativer dialektik am werk die amorphe präsenz der empirischen frau ermöglicht der männlichen imagination weibliche figuren von luxurierenden eigenschaften zu entwerfen tatsächlicher mangel wird umfunktioniert zu potentieller fülle nur nutznießer dieser fülle ist nie mals die frau