wucherer auf dem weg zur hölle es geschah im jahre des herrn 1240 in dijon dass ein wucherer mit großem prunk seine vermählung feiern wollte wohlklänge der musik begleiteten ihn zur pfarrkirche der gesegneten jungfrau in der portalhalle der kirche erwartete er seine braut dass sie ihm ihre zustimmung gebe damit die heirat dem brauch gemäß durch das jawort bekräftigt werde bevor die ehe mit der feier der messe und den weiteren kirchlichen segnungen geschlossen würde als aber der verlobte und die verlobte voller freude in die kirche eintreten wollten löste sich am portal ein gewisser steinerner wucherer der oben in der säulenhalle gemeißelt war als ihn ein steinerner teufel in die unterwelt hölle hinabschaffte fiel herab traf mit seiner geldbörse den kopf des lebenden wucherers der hätte verheiratet werden sollen und zerdrückte und tötete ihn so wurde aus dem hochzeitszug ein trauerzug und die freude verwandelte sich in trauer und ausgeschlossen wurde der lebendige wucherer vom steinernen wucherer nicht nur vom zugang in die kirche sondern auch zu den sakramenten von denen ihn die priester nicht ausschließen sondern einschließen wollten da gaben die wucherer oder andere bürger geld um die restlichen gemeißelten bilder der besagten portalsvorhalle abbrechen zu lassen damit nicht auch ihnen ein solches unglück zustoße ich selbst habe die heruntergebrochenen skulpturen gesehen item accidit apud divionem circa annum domini m cc xl quod quidam usurarius volebat nupcias cum magno gaudio celebrare et cum duceretur cum instrumentis organicis ad parrochiam ecclesie beate virginis et esset sub porticu ecclesie ut sponsa sua ei consentiret et matrimonium ratificaretur per verba e presenti ut moris est et sic in ecclesia matrimonium solempnizaretur in misse celebratione et aliis cum hec ibi fierent et sponus et sponsa deberent cum gaudio in ecclesia introduci quidam usurarius lapideus qui erat supra in porticu sculptus quando eum dyabolus lapideus deportabat ad infernum cecidit cum bursa sua super caput vivi usurarii qui debebat matrimonium contrahere et opressit et occidit eum et converse sunt nupie in luctum et gaudium in merorem et exclusus est vivus per lapideum ab ecclesie ingressu et sacramentis quem non excludebant sed introducere volebant sacerdotes usurarii aut alii de villa data pecunia fecerunt destrui alias sculptas imagines que erant in dicto porticu extra in anteriori parte ejus quas ego vidi ibi destructas ne consimilia in consimili casu vel aliis eis acciderent a lecoy de la march anecdotes historiques légendes et apologues tirés du recueli inédit d etienne de bourbon dominicain du xiiie siècle paris 1887 s 356-366 übersetzung mit abwandlungen von mir nach le goff wucherzins und höllenqual s 80-81